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    Bandvorstellung Oktober

      Silly (Band)

    Die Gruppe Silly ist eine Band, die in der DDR gegründet wurde und mit ihrer Sängerin Tamara Danz populär wurde. Die Band wurde 1978 von Thomas Fritzsching (git/voc) gegründet. Zusammen mit Matthias Schramm (bg) entdeckte er Tamara Danz (voc) als Sängerin, holte Ulrich Mann (keyb) von der Musikhochschule Weimar, Mike Schafmeier (dr) aus Cottbus und Manfred Kusno (keyb). Heute besteht die Band aus dem langjährigen Musikerstamm Rüdiger Barton (keyb, voc), Uwe Hassbecker (git, viol), Jäcki Reznicek (bass) und der Sängerin Anna Loos. Als "ständige Gastmusiker" sind Herr Petereit, Daniel Hassbecker und Sebastian Reznicek dabei. 

    Der Bandname „Silly“ stand bereits fest, wurde aber von den Behörden wegen des Anglizismus nicht zugelassen, überdies wird silly übersetzt mit „albern“, „einfältig“. So griff man in die Trickkiste, stellte dem Namen „Familie“ voran und erklärte Silly kurzerhand zum Bandmaskottchen – eine Katze. Ab 1982 nannte man sich nur noch Silly, die Behörden hatten aufgegeben.

    Tamara Danz

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    Die ersten Gastspiele fanden in Rumänien und in Norwegen statt. In Rumänien wurden sie regelrecht zu Stars, das Publikum pilgerte von weit her, nur um Silly erleben zu können. 1981 gewannen sie den Grand Prix der Bratislavska Lyra, einen der bedeutendsten Unterhaltungsmusikpreise der sozialistischen Welt.

    Kurz darauf stieß auch Texter Werner Karma zur Band, mit dem sie noch Jahre zusammenarbeiten sollten. Karma schafft es gerade auch in textlicher Hinsicht, die Band in der Musiklandschaft der DDR unverwechselbar zu machen. Die Songs von Silly sind zumeist sehr poetisch und haben versteckte Andeutungen, die sich – vorbei an der Zensur – mit den Lebensumständen in der DDR kritisch auseinandersetzen. Sängerin Tamara Danz erläuterte in der Nachwende-Zeit die Vorgehensweise beim Texten und beschrieb, dass man bewusst sogenannte Grüne Elefanten in die Songs einbaute, also Textstücke, die so übertrieben und kritisch waren, dass sie garantiert von der Zensur angegangen wurden. Neben diesen Übertreibungen konnten dann kleinere, verstecktere Andeutungen, die das bewusst hörende Publikum natürlich wahrnahm, im Text

    bye bye

    verbleiben.         1982 ersetzte Rüdiger Barton, der seit zwei Jahren mit Tamara zusammenlebte, die beiden Gründungsmitglieder Manfred Kusno und Ulrich Mann am Keyboard. 1984 verließ auch der Drummer Mike Schafmeier die Band und wechselte zu MTS, sein Nachfolger wurde Herbert Junck. 1986 nach Fertigstellung der LP Bataillon d'amour musste Bassist Matthias Schramm gehen. Jäcki Reznicek (bg) von Pankow und Uwe Hassbecker (git/viol), der ursprünglich bei Stern Meißen spielte, kommen dazu. Hassbecker – zunächst heimlicher Geliebter, wird Partner von Tamara Danz. Im Film Flüstern & SCHREIEN – Ein Rockreport wirkten Silly neben anderen Bands aus der DDR im Jahr 1988 mit. 1989 trennte man sich dann von Werner Karma (auf Februar sind nur noch zwei Texte von ihm). Die Songs wurden nun hauptsächlich von Tamara, Ritchie Barton und Uwe Hassbecker geschrieben, und von Tamara mit Unterstützung von Gerhard Gundermann getextet. Mit dem Album „Februar“ entstand schon vorab der Soundtrack zur Wende 1989. Es folgten viele Tourneen unter anderem in Deutschland, Dänemark, Schweden, Österreich, USA und 1993 das Album „Hurensöhne“. 1994 musste Thomas Fritzsching die Band verlassen. Ebenfalls in diesem Jahr entstand das legendäre Live-Doppelalbum Silly+ Gundermann & Seilschaft, ein gemeinsames Konzert beider Bands. Hassbecker und Barton betätigten sich mehr und mehr als Produzenten, unter anderem für Gerhard Gundermann, City, Karat und viele mehr.

    Silly-Bataillon D ´Amour

            

    Danz, Barton und Hassbecker bauten das Danzmusik Studio auf und machten sich damit produktionstechnisch unabhängig. Das Album „Paradies“ entstand als erste Produktion im eigenen Studio. Während der Produktion wurde bei Tamara Danz Krebs diagnostiziert. Nach Erscheinen des Albums „Paradies“ starb Tamara Danz am 22. Juli 1996 mit 43 Jahren an Brustkrebs. „Paradies“ gilt als eines der besten Alben der Band Silly. Alle Musiker gingen zwischenzeitlich eigenen Projekten nach. Reznicek ist u. a. Dozent an der Dresdner Musikhochschule, Hassbecker gefragter Studiomusiker und zusammen mit Barton Musikproduzent. Seit 2000 spielen und arbeiten sie unter anderem mit dem Sänger Joachim Witt.

    Am 31. Mai 2005 starb Herbert Junck an Krebs, somit ist die Gruppe nur noch zu dritt. Nach dem Tod von Tamara Danz hatte Junck in Interviews vielfach bedauert, dass sich das Verhältnis zu seinen ehemaligen Bandkollegen sehr abgekühlt hat.

    Verlorene Kinder

            

    Im Herbst 2005 folgte ein fulminantes Comeback als Silly & Gäste, mit verschiedenen prominenten Gastsolisten (u.a. Katy Karrenbauer, Anna Loos, Anja Krabbe, Toni Krahl etc.). Auf der Bühne stehen heute neben Hassbecker, Rüdiger Barton, Reznicek und Gästen, Rezniceks Sohn Sebastian am Schlagzeug und Hassbeckers Sohn Daniel von Mariannenplatz an den zweiten Keyboards und Cello, sowie Reinhard „Reini“ Petereit (Herr Petereit) von Rockhaus an der zweiten Gitarre.

    Am 16. November 2005 wurde in Berlin-Friedrichshain eine Straße nach Tamara Danz benannt.

    Am 5. August 2007 verstarb Gründungsmitglied Matthias Schramm in einem Krankenhaus in Potsdam.[1]

    Die Schauspielerin Anna Loos trat in der „Silly & Anna Loos elektroakustiktour 2006/2007“ die Nachfolge von Tamara Danz an und gilt seitdem als feste neue Sängerin von Silly. Die Band hat die Musik zum Kinofilm Der Mond und andere Liebhaber von Bernd Böhlich gemacht. Die Hauptrolle spielt Katharina Thalbach. Der Film kam im Juli 2008 in die Kinos und zeitgleich wurde der Soundtrack dazu veröffentlicht. Außerdem arbeitet Silly neben

    Bonus Video ( Danka S.... )

            

     

    Alben

    • 1981 Tanzt keiner Boogie?
    • 1983 Mont Klamott
    • 1984 Zwischen unbefahrenen Gleisen (wurde mit einem Veröffentlichungsverbot belegt)
    • 1985 Liebeswalzer (abgeänderte und umbenannte Neuausgabe von Zwischen unbefahrenen Gleisen)
    • 1986 Bataillon d'Amour
    • 1989 Februar
    • 1993 Hurensöhne
    • 1996 Paradies
    • 1996 Best of Silly Vol.1
    • 1997 Best of Silly Vol.2
    • 1999 Silly + Gundermann & Seilschaft Unplugged
    • 1999 Traumteufel
    • 2005 Silly Klassiker + Sounds
    • 2006 Silly – Die Original Alben (8-CD-Box)

    Spezial Video zum Gedenken (10 Todestag)